Vom Wert von Unternehmenswerten 3. Kreativität

Ich mag Kreativität. Ich bilde mir an manchen Stellen auch ein, welche zu zeigen. Aber als Unternehmenswert ist der Begriff bereits ein totes Pferd. Da fast alle Unternehmenswerte einen von beiden Begriffen in Ihrem Werteleitbild aufweisen ist damit keinerlei Abgrenzung mehr zu anderen Organisationen möglich.

Kreativität als Unternehmenswert ist mittlerweile ungeeignet

Kreativität ist per se auch nicht zielgerichtet. Unternehmen sollten jedoch Ziele formulieren und eine Strategie entwickeln, um diese zu erreichen. Kreativität wird im wohl eher im unternehmerischen Kontext als Problemlösefähigkeit mit begrenzten Ressourcen und Befugnissen verstanden werden müssen. Aber da gibt es doch treffendere Begriffe, oder?

Auch Bewerber sollten den Begriff meiden

Auch auf der anderen Seite des Arbeitsmarktes empfehle ich, den Begriff Kreativität doch eher sparsam einzusetzen. Auch hier wird der Begriff in Bewerbungen inflationär verwendet und ist für die meisten Leser eine inhaltslose Hülle geworden. Dafür ist der Platz im Anschreiben doch wohl zu begrenzt, um ihn zu verschwenden.

Die Krux beginnt schon beim Wortsinn

Wer nach der Definition von Kreativität sucht findet eine Vielzahl kreativer Erklärungen. Damit entfaltet der Begriff auch eine anarchistische Dimension. Zielfreiheit und Anarchismus steht einer Organisation diametral gegenüber. So werden doch Organisationen gebildet, gerade um Ziele zu erreichen und den Weg dahin zu organisieren. Kreativität ist der Schlüssel zu vielem. Nur nicht für eine Selbstbeschreibung einer Organisation.

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