Vom Wert von Unternehmenswerten: 1. Unternehmerisches Handeln

In dieser Serie von Artikeln soll über den Sinn und Unsinn von Unternehmenswerten reflektiert, gestritten, geätzt und gerungen werden. Oft stehen hinter den positiven Werten in der Schattenseite die „wahren“ Werte. Denn bestenfalls sind viele Werte eher gut gemeint, als ehrlich gut gemacht.

Unternehmenswerte sind zur Zeit unverzichtbare Bestandteile interner und externer Kommunikation

Werte werden in unzähligen Organisationsentwicklungsprozesse erarbeitet, in schöne Prospekte verpackt und immer wieder bemüht sinniges und unsinniges Verhalten zu rechtfertigen. Nehmen wir zum Beispiel den immer wieder auftauchenden Wert des Unternehmertums (Act as an owner und wie sie noch genannt werden).

Wert: Unternehmertum – Kehrwert: stumpfer Sparzwang

Unternehmerisches Handeln wurde von Ulrich Bröckling in einem Interview von Zeit-Campus als Instrument bezeichnet den äußeren Druck durch inneren Druck zu ergänzen. Immer wieder erlebe ich in Beratungssituationen, dass viele an dem Anspruch unternehmerisch zu handeln scheitern müssen. Es gibt nämlich einen entscheidenden Unterschied zwischen Unternehmern und Angestellten:

Unternehmer dürfen Entscheidungen über Ressourcen treffen, Angestellte mit einem Budget zurechtkommen.

Ohne echten Entscheidungsspielraum wird der Wert des Unternehmertums degradiert zu der Entscheidung Bus statt Taxi zu fahren. Unternehmer entscheiden mit welchen Mitteln Sie Ihr Ziel erreichen, Angestellte reiben sich ständig an den von der Organisation gesetzten Grenzen. Also Leute wenn Ihre Mitarbeiter wie Unternehmer agieren sollen schenken Sie ihnen Vertrauen und geben Sie Ihnen auch Ressourcen. Dann können Sie zeigen, ob Sie es können oder wollen. Denn nicht jeder Mensch ist automatisch unternehmerisch denkend. Und das ist Okay!

 

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